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1. Was ist SVV?

SVV ist die Abk?rzung f?r
"Selbstverletzendes Verhalten"

Man versteht darunter, dass sich jemand durch offene oder heimliche Verletzung selbst Schaden zuf?gt. Es gibt neben den direkten selbstsch?digenden Verhaltensweisen noch die indirekten, damit meint man: ungesundes Ess- o. Trinkverhalten, Rauchen, Essst?rungen, oder andere Suchterkrankungen

Offene Selbstverletzung:

Unter offener Selbstverletzung versteht man, wenn jemand sich selber k?rperliche Schmerzen zuf?gt, die zun?chst nicht in suizidaler Absicht geschehen. Am h?ufigsten kommt es zu selbstzugef?gten Schnittverletzungen mit Messern, Rasierklingen, Scherben oder anderen Gegenst?nden. Auch Selbstverbrennungen, sowie Kratz und Sch?rfwunden fallen unter diese Bezeichnung. Manchmal wird die Haut auch mit einem Reinigungsmittel oder anderen
Chemikalien verletzt, oder es wird auf der Haut eine brennende Zigarette ausgedr?ckt. Prinzipiell kann es auch vorkommen, dass sich jemand zum Bei-
spiel Blut abzapft und in einen lebensgef?hrlichen Zustand kommt. Mit dem Verlauf der Erkrankung werden die Verletzungen schlimmer und das Verhalten zwanghafter, das bedeutet, dass ein "SVV'ler" sein Verhalten nicht mehr kontrollieren kann. Oft verletzt sich jemand in einem Zustand der Depersonalisation oder einem anderem dissoziativen Zustand, bzw. in
Zust?nden des Gef?hls der inneren Leere, Alptr?ume, Schlaflosigkeit, innere Spannung und im depressiven Zustand.
Sporadisch findet man auch vor der Verletzung Medikamenten-, Drogen-, oder Alkohlmissbrauch.

Heimliche Selbstverletzung:

Die heimliche Selbstverletzung geschieht im Gegensatz zur offenen Selbstverletzung unter willentlicher Kontrolle, allerdings sind die "SVV'ler" auch hier unbewussten Impulsen unterworfen. Auch hier findet man ein suchtartiges Verhalten. Diese Personen leugnen ihre Versehrbarkeit und nehmen sogar letale Folgen in Kauf. Sie haben zun?chst keinen Leidensdruck und sind nur schwer dazu zu motivieren ihr Verhalten aufzugeben. Oft wird dieses Verhalten erstmals in Kliniken entdeckt, diese Patienten verweigern notwendige medizinische Ma?nahmen und zeigen sich gleichg?ltig gegen?ber ihrem
Krankheitsverlauf. Die Ursache der heimlichen Selbstverletzung sind oftmals unbewusste, psychische Konflikte, die sich h?ufig um heftige Schuldgef?hle, Gef?hle von Minderwertigkeit und Selbstunsicherheit zentrieren. Zweck der Selbstverletzung ist hier die Selbstbestrafung, die Suche nach der Best?tigung "mein K?rper geh?rt mir", Spannungslinderung oder auch der Wunsch nach Vergewisserung am Leben zu sein, indem man sich durch Schmerzen zu sp?rt.

2. Formen des SVV


Selbstverletzendes Verhalten kann bei Betroffenen folgende Handlungen bewirken:


- schneiden mit scharfen Gegenst?nden wie z.B. Rasierklingen und Messern
- mit Scherben die Haut einritzen
- Wiederholtes Kopfschlagen
- Ins-Gesicht-schlagen
- Bei?en in H?nde, Lippen oder andere K?rperpartien
- oberfl?chlichen Hautverletzungen
- Verbr?hungen
- sich mit Zigaretten oder einem B?geleisen Verbrennungen zuf?gen
- Abbei?en von Fingerkuppen
- Verletzungen durch Kopfschlagen
- exzessiver Sport
- ungesunde Ern?hrung
- zuwenig Schlaf

3. Wer ist betroffen ?

Statistisch gesehen gibt es 5 Mal so viele F?lle von SVV bei M?dchen, als bei Jungen. Bei M?dchen vermutet man eine Zahl von ca. 500.000 bis 800.000! Doch was ist schon eine Statistik! Doch nur eine oberfl?chliche Verallgemeinerung, hinter der man die einzelnen Schicksale nicht erkennen kann! Grunds?tzlich gelten Menschen als "SVV-gef?hrdet", welche:

- sich selbst nicht leiden k?nnen
- sehr empfindlich auf Ablehnung reagieren
- chronisch ?rgerlich sind,normalerweise auf sich selbst
- dazu neigen, ihre Angst zu unterdr?cken
- einen hohen Grad aggressiver Gef?hle besitzen, was sie sehr stark missbilligen und dann h?ufig unterdr?cken
- impulsiver sind und es an Impulskontrolle mangelt
- dazu neigen nach ihrer momentanen Stimmungslage zu handeln
- dazu neigen, in den Tag hinein zu leben und nicht weiterzuplanen
- depressiv und selbstmordgef?hrdet/selbstzerst?rerisch sind
- unter chronischen Angstzust?nden leiden
- leicht reizbar sind
- sich selbst als nicht f?hig erachten, mit Situationen und Emotionen umzugehen
- keine vielf?ltigen M?glichkeiten der Verarbeitung und Bew?ltigung besitzen
- glauben, dass sie nicht die F?higkeit besitzen, ihr Leben zu meistern
- dazu neigen, "den Kopf in den Sand zu stecken", vermeiden Probleme
- kein Selbstvertrauen besitzen
- sich als machtlos empfinden
- sich ?berall, wo sie sind, allein f?hlen
- sich emotional niemandem anvertrauen, sich auf niemanden verlassen k?nnen

Der Begriff Borderline ("Grenzlinie") wurde Ende der 30iger Jahre von dem amerikanischen Psychoanalytiker William Louis Stern
eingef?hrt. Er charakterisierte damit psychische Beeintr?chtigungen, die zwischen Neurose und Psychose schwanken. Borderlinest?rung
bezeichnete also urspr?nglich eine bestimmte Gruppe von St?rungen an der Grenzlinie (Borderline) zwischen Neurose und Psychose.Recht
bald wurde aber erkannt, da? diese St?rungen in ihrer Gesamtheit als Pers?nlichkeitsst?rung zu sehen sind. Der Begriff Borderline

hat somit zwar seine inhaltliche Bedeutung verloren, wurde aber trotzdem beibehalten. Heute gelten Borderlinest?rungen als
eigenst?ndiges Krankheitsbild, das unter anderem mit der Instabilit?t von Gef?hlen und Verhalten definiert ist.Die Borderlinest?rung
ist nach ICD 10 eine Unterform der sogenannten "emotional instabilen Pers?nlichkeitsst?rungen". Die Betroffenen neigen dazu,
Impulse ohne Ber?cksichtigung von Konsequenzen auszuagieren und leiden unter h?ufigen Stimmungsschwankungen. Ihre F?higkeit
vorauszuplanen ist gering und Ausbr?che intensiven ?rgers k?nnen zu explosivem, manchmal gewaltt?tigem Verhalten f?hren. Zudem
sind das Selbstbild und die Zielvorstellungen unklar und gest?rt. Die Neigung zu intensiven, aber unbest?ndigen zwischenmenschlichen
Beziehungen kann zu wiederholten emotionalen Krisen mit Suiziddrohungen/Suizidversuchen oder selbstsch?digenden Handlungen
f?hren.Eine Borderlinest?rung liegt mit gro?er Wahrscheinlichkeit vor, wenn ein Mensch unter mindestens f?nf der folgenden
neun Symptome leidet:
?Unbest?ndige und unangemessen intensive zwischenmenschliche Beziehungen
.Impulsivit?t bei potentiell selbstzerst?rerischen Verhaltensweisen
?Starke Stimmungsschwankungen
?H?ufige und unangemessene Zornausbr?che
?Selbstverletzungen und Suiziddrohungen/Suizidversuche
?Fehlen eines klaren Ichidentit?tsgef?hls
?Chronische Gef?hle von Leere und Langeweile
?Verzweifelte Bem?hungen, die reale oder eingebildete Angst vor dem Verlassenwerden zu vermeiden
?Stre?abh?ngige paranoide Phantasien oder schwere dissoziative Symptome

Diese Symptome werden unter Symptomatik jeweils kurz beschrieben. Dabei ist
zu ber?cksichtigen, dass nicht jede Borderlinepers?nlichkeit unter allen Symptomen leidet und die Symptome bei jedem Betroffenen
andere Auspr?gungen annehmen.
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Vorkommen
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Etwa ein Prozent der Bev?lkerung erkrankt an der Borderline Pers?nlichkeitsst?rung. Die Borderlinest?rung z?hlt demnach zu
den verbreitetsten psychischen St?rungen. Bei 20 Prozent aller Patienten, die in psychiatrischen Krankenh?usern aufgenommen
werden zeigen sich Symptome der Borderline Pers?nlichkeitsst?rung.Ein Viertel der Betroffenen ist m?nnlich. Betroffen sind
meist M?dchen und Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.
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Symptomatik
-
Symptom: Unbest?ndige und unangemessen intensive zwischenmenschliche Beziehungen
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Menschen mit Borderlinest?rung f?hren meist unbest?ndige und unangemessen intensive Beziehungen zu anderen Menschen. Diese
zeichnen sich durch extreme Verschiebungen der Einsch?tzung des Beziehungspartners, die zwischen Idealisierung und Abwertung
schwankt, und st?ndige Versuche, den Beziehungspartner zu manipulieren, aus. Die Intensit?t der Beziehungen ergibt sich aus
der Intoleranz der Borderlinepers?nlichkeit gegen?ber Trennungen, ihre Unbest?ndigkeit aus fehlender "Objektkonstanz". Fehlende
"Objektkonstanz" bedeutet, die F?higkeit, andere als komplexe Menschen wahrzunehmen und die sich in Ihrer Gesamtheit dennoch
widerspruchsfrei verhalten k?nnen.Der Borderliner entwickelt eine Abh?ngigkeit zum Partner und idealisiert ihn, solange dieser
seine Bed?rfnisse befriedigt. Erf?hrt er Zur?ckweisung oder Entt?uschung verf?llt er ins andere Extrem und wertet den Partner
ab, ohne sich jedoch von ihm trennen zu k?nnen. Dann eskaliert das manipulierende Verhalten des Borderliners, er zeigt sich
schwach und hilflos, neigt z. B. zu Hypochondrie, Masochismus, Selbstverletzungen und Suiziddrohungen/Suizidversuchen.
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Symptom: Selbstsch?digende Verhaltensweisen
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Die Borderlinepers?nlichkeit neigt zu Impulsivit?t bei potentiell selbstsch?digendem Verhalten. Typisch sind z. B. Alkohol-
und Drogenmi?brauch, sexuelle Promiskuit?t, Spielsucht, Kleptomanie und E?st?rungen. Diese Impulsivit?t steht in engem Zusammenhang
mit anderen Symptomen. Sie kann z. B. aus den Frustrationen einer gest?rten Beziehung entstehen, Ausdruck von Stimmungsschwankungen
oder Zornausbr?chen sein oder der Versuch, die Gef?hle von Einsamkeit und Trennungsangst zu bet?uben.
-
Symptom: Starke Stimmungsschwankungen
-
Die Grundstimmungen der Borderlinepers?nlichkeit sind h?ufig ?beraktiv oder pessimistisch. Von dieser Grundstimmung lassen
sich jedoch auff?llige Stimmungsschwankungen in Richtung Depression, Reizbarkeit oder Angst beobachten. In nur zwei Minuten
von ?himmelhochjauchzend? bis ?zu Tode betr?bt? ? treffender lassen sich die Stimmungsschwankungen von Borderline-Patienten
kaum charakterisieren. Dabei sind die Betroffenen sich aufgrund ihrer gest?rten Pers?nlichkeit der raschen Stimmungswechsel
zwischen Euphorie und Depression kaum bewu?t. Sie reagieren oft unmittelbar auf pl?tzliche Impulse und k?nnen Wut schlecht
kontrollieren. Die Stimmungsschwankungen sind in der Regel von kurzer Dauer und halten meist nur ein paar Stunden oder ein
paar Tage an.
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Symptom: Unangemessene Zornausbr?che
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Borderliner neigen zu h?ufigen Zornausbr?chen, die in ihrer Intensit?t oft nicht oder kaum kontrolliert werden k?nnen und
zeitweilig auch zu k?rperlicher Gewalt f?hren. Diese Zornausbr?che stehen in ihrer Intensit?t in keinem Verh?ltnis zu den
ausl?senden Ereignissen, basieren vielmehr auf einer massiven Angst vor Entt?uschung und dem Verlassenwerden.
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Symptom: Selbstverletzungen, Suizidversuche
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Borderliner suchen Entlastung von einem extremen inneren Druck. Weil sie diese Entlastung im Alltag nicht finden, zerschneiden
sich Menschen mit Borderline-Pers?nlichkeitsst?rungen die Arme, dr?cken Zigaretten auf ihrem K?rper aus, verweigern die Nahrungsaufnahme
oder essen bis zum Brechanfall und schlucken Alkohol und Tabletten bis zur Besinnungslosigkeit. Wiederkehrende Suiziddrohungen/-versuche
und Selbstverletzungen z?hlen ebenfalls zu den typischen Borderlinesymptomen. Sie finden ihren Ausdruck z. B. in
selbstbeigebrachten Schnitt- und Stichverletzungen an Gliedma?en, Rumpf und Genitalien oder durch Exzesse mit Drogen, Alkohol
und Nahrungsmitteln. Meist beginnt die Selbstverletzung als impulsive Selbstbestrafung, entwickelt sich aber nach und nach
zu einem einstudierten und ritualisierten Verhalten.Suiziddrohungen/-versuche und Selbstverletzungen sind unterschiedlich
motiviert und k?nnen z. B. wie folgt interpretiert werden:
?Versuch, erlittene psychischen Schmerz mitzuteilen
?Hilferuf
?Selbstbestrafung
?Bestrafung nahestehender Menschen
?Ablenkung von anderen Leidensformen
?Abbau von Angst, Zorn oder Traurigkeit (als Entspannungstechnik)
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Symptom: Fehlen eines klaren Ichidentit?tsgef?hls
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Borderliner leiden unter einer andauernden Identit?tsst?rungen, die sich z. B. auf die Bereiche Selbstbild, sexuelle Orientierung,
Berufswahl, langfristige Ziele, Wertesystem und Art der gew?nschten Partner/Freunde erstrecken kann. Sie f?hlen sich z. B.
in ihrer Rolle als Mann oder Frau nicht wohl, meinen, nicht liebenswert und einfach nur nutzlos zu sein. Den Betroffenen fehlt
deshalb ein konstantes Identit?tsgef?hl, sie akzeptieren ihre Eigenschaften wie Intelligenz und Attraktivit?t nicht als konstantes
Gut, sondern als Eigenschaften, die immer wieder neu verdient und im Vergleich mit anderen beurteilt werden m?ssen. Das Selbstwertgef?hl
und die F?higkeit zur Selbstachtung basieren beim Borderliner deshalb nicht auf in der Vergangenheit erbrachte Leistungen,
sondern auf aktuelle (Mi?-)Erfolgserlebnisse und Feedback durch Dritte. Daraus resultieren oft ?berm??iges Engagement und
ein unrealistisches Streben nach Perfektion (mit entsprechenden Mi?erfolgserlebnissen), aber auch der h?ufige Wunsch nach
Ver?nderung im Berufs-/Privatleben.
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Symptom: Chronische Langeweile und Leere
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Borderlinepers?nlichkeiten leiden oft unter chronischen Gef?hlen von Leere und Langeweile. Diese Emotionen werden sehr intensiv,
oft verbunden mit k?rperlichen Empfindungen (z. B. Druck im Kopf, Spannungen in der Brust) erlebt. Die Suche nach Erleichterung
von diesen belastenden Emotionen endet f?r die Betroffenen oft in impulsiven und selbstsch?digenden Handlungen oder in entt?uschenden
Beziehungen.
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Symptom: Angst vor dem Verlassenwerden
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Wenn Borderliner allein sind, verlieren sie aufgrund ihrer gest?rten Ichidentit?t h?ufig das Gef?hl f?r die Realit?t ihrer
Existenz. Erschwerend kommt hinzu, da? sie oft auch vor?bergehendes Alleinsein als dauerhafte Isolation wahrnehmen. Borderlinepers?nlichkeiten
erleben deshalb immer wieder starke Angst vor dem Verlassenwerden durch nahestehende Personen. Diese Angst motiviert die Betroffenen
zu verzweifelten Bem?hungen, dieses Verlassenwerden zu vermeiden. Dabei greifen sie auch zu extremen Mitteln (z. B. Selbstverletzung,
Suizidversuche), um den nahestehenden Menschen unter Druck zu setzen und f?hren auch sch?dliche Beziehungen (z. B. mit Gewalt-/
Mi?brauchserlebnissen) bis zur v?lligen Selbstaufgabe fort. Werden Borderlinepers?nlichkeiten trotz dieser Bem?hungen verlassen,
durchleben sie meist intensive emotionale Krisen, in deren Verlauf die hier beschrieben Symptome oft sogar noch verst?rkt
auftreten.
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Symptom: Stre?abh?ngige paranoide Phantasien oder schwere dissoziative Symptome
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In schwierigen, unertr?glichen Situationen gelangen Borderliner in ?dissoziative? hypnose?hnliche Zust?nde. Borderlinepers?nlichkeiten
leiden gelegentlich auch unter psychotischen Episoden. M?glich sind beispielsweise pseudo-halluzinatorische Erlebnisse, St?rungen
in der K?rperwahrnehmung und auf den Konfliktbereich beschr?nkte Denk- und Wahrnehmungsst?rungen. Diese treten meist als Folge
emotionaler Erregung auf und gehen, auch ohne Behandlung, in der Regel nach wenigen Stunden oder Tagen vor?ber. Die Borderlinepers?nlichkeiten
erleben diese Episoden als ich-dyston (ich-fremd).
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Formen
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Es werden keine Unterformen unterschieden.
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Verlauf
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Die Chance auf eine v?llige Heilung der Borderlinest?rung ist eher gering. Die Prognose ist um so schlechter, je fr?her und
je intensiver die St?rung ausbricht. Heute ist davon auszugehen, da? bei rund 10 % der Borderlinepers?nlichkeiten die St?rung
im Laufe der Zeit so weit zur?ckgeht, da? die Diagnose Borderline nicht mehr zutrifft, obwohl die meisten Betroffenen nach
wie vor Symptome einer leichten Pers?nlichkeitsst?rung zeigen. In einigen Quellen finden sich Hinweise auf neue Therapieformen,
die deutlich h?here Heilungschancen versprechen. Eine Best?tigung dieser Ergebnisse ist abzuwarten.Viele Borderliner f?hren(gegebenenfalls
mit Unterst?tzung einer begleitenden Psychotherapie) ein ?ber weite Strecken relativ "normales" Leben. Dabei k?nnen aber immer
wieder auch station?re Therapien notwendig werden. Eine besondere Gefahr ergibt sich f?r Borderlinepers?nlichkeiten aus ihrer
Neigung zu selbstsch?digendem Verhalten. So k?nnen z. B. massiver Alkohol-/ Drogenmi?brauch, E?st?rungen, Selbstverletzungen
oder Suizidversuche immer wieder die Gesundheit oder sogar das Leben der Betroffenen gef?hrden.
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Ursachen
-
Als Ursachen einer Borderlinest?rung kommen vor allem folgende Faktoren in Frage, wobei bei vielen Patienten auch mehrere
Ursachen ausl?send sind:
?Entwicklungsst?rungen in den ersten drei Lebensjahren (Borderliner lernen nicht, da? eine Person(vor allem die Mutter) "gut"
und "b?se" sein kann, sondern halten diese Z?ge eines Menschen voneinander getrennt
?(Sexueller)Mi?brauch
?Emotionale Vernachl?ssigung
?Traumatische Erlebnisse
?Konflikte im Jugendalter (z. B. im Rahmen der Abl?sung vom Elternhaus)

Zudem sorgen viele gesellschaftliche Ver?nderungen daf?r, da? sich aus einer leichten Pers?nlichkeitsst?rung eine massive
Borderlinest?rung entwickeln kann. Insbesondere die Individualisierungstendenz, verbunden mit einem R?ckgang
der Unterst?tzung durch Familie und sozialem Umfeld, sind hier als Beispiele zu nennen.

Therapie
-
Eine Borderlinest?rung kann kaum direkt durch Medikamente behandelt werden. Sinnvoll ist aber, je nach Intensit?t der Symptome,
gegebenenfalls die Gabe von Lithiumpr?paraten (zur D?mpfung der Stimmungsschwankungen), von Antidepressiva (zur Linderung
der Depressionen) und/ oder von gering dosierten Neuroleptika (um psychotische Symptome aufzufangen).Aus dem Spektrum der
psychotherapeutischen Methoden kommen vor allem Verhaltens-, Sozial- und Gruppentherapien zum Einsatz. Ziel dieser Therapien
ist ein schrittweises Erlernen von angemessenem Sozialverhalten als Ersatz f?r gest?rtes Verhalten. Wichtig sind dabei die
Konstanz hinsichtlich Bezugspersonen und vorsichtige restrukturierende Ma?nahmen im sozialen Umfeld. Bei der Kommunikation
mit Borderlinepatienten hat sich sowohl f?r Therapeuten als auch f?r Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld die sogenannte
SET-Kommunikation als hilfreich erwiesen. Danach sollen Kommunikationsprozesse mit Borderlinepers?nlichkeiten durch die Botschaften
Support (Unterst?tzung), Empathy (Mitgef?hl) und Truth (Wahrheit) gepr?gt sein.F?r die Therapie von basalen St?rungen wie
der Borderlinest?rung eignet sich insbesondere auch die psychoanalytisch interaktionelle Psychotherapie. Zentrales therapeutisches
Ziel der psychoanalytisch-interaktionellen Therapie ist eine Ver?nderung gest?rter Objektbeziehungen in Richtung auf triadische
Ganzobjektbeziehungen. Die Therapie soll durch das Angebot eines ausreichend guten Objektes, das zur Verinnerlichung einl?dt,
gef?rdert werden. Der therapeutische Proze? soll also in einer Weise gef?rdert und beeinflu?t werden, da? Teilobjekte durch
Ganzobjekte mit entsprechenden personalen Beziehungsmodi abgel?st werden k?nnen, Konflikte die im interpersonellen Feld als
Manifestationen primitiver ?bertragungen entstanden sind, in ihren Entstehungszusammenh?ngen erfasst und verstanden werden
und in den (Innenraum) des Patienten verlagert werden k?nnen, d. h. nicht mehr auf der "?u?eren B?hne", sondern auf der "inneren
B?hne" ausgetragen werden; Affekte sich zunehmend differenzieren und signalgebende Funktion gewinnen; Toleranzen f?r Frustrationen
und Affekte erh?ht werden; die der Realit?tspr?fung und ihrer Subfunktionen wie die des Urteilens verbessert werden; ein Transfer wichtiger Regulierungsfunktionen von den (Teil-)Objektrepr?sentanzen auf die Repr?sentanzen des Selbst erfolgt; eine Stabilisierung
der Selbst- und Objektrepr?sentanzen und Entwicklung einer konturierenden Identit?t zustande kommt; ein funktionsf?higes (?dipales
bzw. post?dipales) ?ber-Ich mit depersonifizierten Werten und Normen, die ins Ich integriert werden k?nnen, zur Entwicklung
gelangt und f?r die Triebentwicklung eine Weichenstellung in Richtung post?dipaler Genit?lit?t vollzogen wird.


Ich bin in letzter Zeit zunehmend zu der Erkenntnis gekommen, dass Selbsthass sehr viel h?ufiger ist, als wir glauben. Er ?u?ert sich durch Symptome und Verhaltensweisen, bei denen wir dies teilweise nie vermuten w?rden, wie:

Negative Erwartungen,

ein negatives ("realistisches") Selbstbild,

starke Stimmungsschwankungen,

Angstzust?nde und Katastrophenerwartungen,

Depressionen,

Neigung zu Schuldgef?hlen,

Suchtverhalten

hohe Erwartungen, und Perfektionismus,

hohe Leistungsanspr?che an sich selbst,

Neigung zu Illusionen,

st?ndig wechselnde Ziele,

Selbstzweifel und Unf?higkeit, sich zu entscheiden,

sich um Freude bringen (joykiller),

in der Zukunft oder in der Vergangenheit leben.

Diese Liste lie?e sich leider fortsetzen. Selbsthass h?ngt immer damit zusammen, dass wir uns gegen unser inneres Selbst wenden Es ist die einzige Quelle von Sicherheit, die wir haben. Wir tun dies, um Forderungen der Umwelt, die h?ufig in unserem kulturellen Wertsystem verankert sind, zu erf?llen. Dabei kann es durchaus sein, dass diese Forderungen heute gar nicht mehr existieren, sondern aus fr?herer Zeit in uns verinnerlicht, weiter fortleben.

Selbsthassende Haltungen werden urspr?nglich entwickelt als Anpassung, zum eigenen Schutz und um der eigenen Familie zu helfen, also aus einer konstruktiven Haltung und mit guter Absicht. Das Wiederauffinden dieser Absicht hilft mit, Selbsthass zu ?berwinden.

?berforderung in der Kindheit und Jugend f?hrt sp?ter zur Selbst?berforderung, beispielsweise zum Perfektionismus oder zu st?ndigen inneren "Sollgef?hlen" (Schuldgef?hlen) und damit zur Versagungsangst. Es gibt keine Schuldgef?hle ohne inneren SOLL-Anspruch.
Die Folge ist noch st?rkere Selbst?berforderung (der Versuch mich (es) "in den Griff zu kriegen") und Selbsthass ("ich gen?ge nie, ich werde mich dazu zwingen").
Kinder wollen ihrer Familie helfen, opfern daf?r innere Freiheit und Autonomie und ?berfordern sich selbst.
Selbsthass und Selbstentfremdung ist das destruktive Prinzip ?berhaupt. Das Gegenmittel zum Selbsthass ist Mitgef?hl und unverr?ckbare Solidarit?t mit sich selbst und den eigenen Gef?hlen, Verst?ndnis f?r sich (warum bin ich so geworden?), im Sicht-Selbst-F?hlen (Selbstgef?hl), weiterhin klares Erkennen und Zuordnen von Zust?ndigkeiten.

Gef?hle, wenn sie nicht unterdr?ckt werden, sind nie destruktiv.

Eng mit Selbstentfremdung vorhanden sind die Meinungen, die wir ?ber uns selbst haben, was wir glauben wer wir sind (z.B. ich bin unzuverl?ssig /zuverl?ssig, nicht o.k./ im Grunde in Ordnung etc., sportlich/unsportlich). Ein negativer oder ein positiver Glaube ?ber wesentliche Eigenschaften von uns selbst kann unser Handeln und Leben zutiefst bestimmen. Wenn wir unsere Meinung, unser Bild von uns ver?ndern, ver?ndern sich unser Leben und unsere Gef?hle.

Ungute Gef?hle ?ber uns selbst gehen auf Meinungen ?ber uns zur?ck. Es ist wichtig ein solches Gef?hl zu verfolgen, es nicht zu verdr?ngen um den dahinterstehenden Glaubenssatz zu finden, z.B. "ich bin ein Einzelg?nger|" kann man umwandeln in, "ich ziehe mich zur?ck, weil ich glaube, dass ?(z.B. ich ein Einzelg?nger bin".) Oder : "ich bin wertlos" in: "ich lege keinen Wert auf mich, weil ich glaube, dass ich wertlos bin". Hat man den Glaubenssatz herausgefunden, kann man nachschauen was hat mich zu diesem Glauben von mir gebracht?

Liebendes Mitf?hlen und Annahme seiner selbst sind das st?rkste therapeutische Prinzip ?berhaupt. Verzweiflung, Resignation, und ohnm?chtige Wut gehen auf das Wirken unerkannten Selbsthasses zur?ckgehen. Wir erwarten h?ufig viel von den anderen und wenig Gutes von uns selbst. In Wahrheit jedoch ist sehr viel Sehnsucht die wir haben, ohne dass wir es ahnen, Sehnsucht nach uns selbst. Das Erlernen von liebevollem Kontakt mit sich Selbst f?hrt zu ungeahnter Kraft und Lebensfreude. Ist dieser Kontakt gelungen, erholt auch das Zusammensein mit anderen eine sonst nie m?gliche F?lle und Tiefe.

Sind wir alleine, so haben wir die Wahl einsam zu sein, oder mit uns selbst.
8.4.05 16:50




also, hier komm vill nicht gerad schnell bilder rein, aber erstmal, dazu ne gedicht, ?ber freunde.. und na ja... also
hel

FrEuNdE...!?!

Freunde was sind Freunde?
Meine Freunde sind mir alle gleich viel wert,
auch wenn ein paar mehr als die andern,
aber alle von meinen Freunden,
haben ein platz in meinen Herzen..

Man kenn die Leute die man sp?ter nennt aus dem Kindergarten
Grundschule, Schule, Sport oder einfach durch gemeinsame Interessen..

Es ist zwar nie einfach wirklich die Leute die man nur kurz kennt,
schon Freunde zu nennen, aber man soll es nie aufgeben.
Aber ich streife schon ab... das mache ich ja oft, sehr gerne

Ich wollte nur sagen, das meine Freunde, die ich habe,
bin ich ganz froh dar?ber, denn manchmal w?sste ich nicht
ob ich jetzt wirklich auch allein so viel spa? h?tte
und ich brauche auch ab und zu mal spa? im leben.. ihr doch auch..

na ja, was ich noch schnell dazu sagen will,
jeder Mensch ist mir eigentlich gleich viel werd,
vielleicht die einen mehr als die andern, doch sind mir alle wichtig!


Hidio ihr lieben,

also, na ja, die ganzen
leute aufzu schreiben, das w?ren jetzt
ne ganze m?nge, deswegen lasst euch von mir
bitte, alle gegr??t sein, au?er drei vier leute gr??e ich mal
denn die sind mir sehr sehr sehr wichtig
also P?ddo ILU!, Marcel (rofl* na na hdagdl),
Nati (hdaggdl), meine namensverwantin Francesca Rupp (hdaggdl)
und ihr andern bitte seit nicht zu traurig, dass ich euch jetzt nicht aufgeschreiben hab
aber das w?ren jetzt zu viel, aber kommt vill noch.. anwarten.
21.3.05 17:15


Ganz Wichtiges Thema Selbstmord, Suizid, Selbsthass, Cutten/Ritzen, und noch alles was dazu geh?rt... Viele wollen dar?ber nicht sprechen, weil sie angst haben, dass man sie nicht versteht, und dar?ber lacht oder sonst was macht..

Was sind Depressionen ?berhaupt?
Das Wort Depression leitet sich ab vom lateinischen "deprimere", was soviel hei?t wie "herunterdr?cken". Der entsprechende Ausdruck aus dem Griechischen lautet "Melancholie".
Bei Depressionen liegt eine Erkrankung der Gef?hlswelt vor, der Fachbegriff daf?r lautet "affektive" St?rung. Die Depressionen schlagen sich jedoch nicht nur in den Gef?hlen wieder, sondern umfassen, beeintr?chtigen, ja bedrohen sogar den gesamten Menschen in seinem k?rperlichen Empfinden, seinem Denken, seiner Gestimmtheit und in seinen Bez?gen zur eigenen Person, zu seinem Umfeld und zu seiner Zukunft. Es werden also alle Bereiche des Lebens beeinflusst.
Jeder von uns kennt die Situation, dass er schlecht gelaunt ist, traurig, verzweifelt. Im allt?glichen Sprachgebraucht werden h?ufig W?rter verwendet wie "deprimiert", "depressiv sein" oder "schwerm?tig sein", "melancholisch sein". Vor?bergehende Stimmungstiefs sind aber normal und d?rfen nicht verwechselt werden mit der Erkrankung Depression.
Niedergeschlagenheit nach negativen Erfahrungen ist normal, der K?rper hat dann die Chance in dieser "Auszeit" das Erlebte zu verarbeiten, man kann sich neu orientieren, erholen und nach alternativen Entfaltungsm?glichkeiten suchen. Hellt sich die Stimmung aber auch nach erfreulichen Ereignissen nicht wieder auf, ist das Denken und F?hlen ?ber einen l?ngeren Zeitraum beeintr?chtigt, ist die Bandbreite des emotionalen Erlebens stark reduziert, dann handelt es sich um eine ernstzunehmende medizinische Erkrankung, die durchaus lebensbedrohlich werden kann.
Der Arzt bezeichnet als Depression im Sinne einer Krankheit einen Zustand, der


Depressionen sind ein Ausdruck f?r Konflikte, f?r Situationen, mit denen ein Mensch nicht klarkommt, die er nicht verarbeiten kann. H?ufig entstehen Depressionen aus unterdr?ckten Gef?hlen heraus, eines Tages bringt eine belastende Situation das "Fass zum ?berlaufen" - der K?rper wehrt sich gegen weiteres Verdr?ngen.
Depressive St?rungen geh?ren zu den h?ufigsten seelischen St?rungen ?berhaupt. Eine Depression zu haben bedeutet entgegen weitl?ufiger Vorurteile nicht, dass man geisteskrank oder verr?ckt ist.
Jeder zehnte Patient beim Hausarzt hat Depressionen. Die Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden, liegt bei M?nnern bei 8 bis 12% und bei Frauen bei 20 bis 25%. Depressionen kommen in allen Altersgruppen vor.
Allerdings sind Depressionen trotz einer definierten Symptomatik h?ufig schwer zu erkennen, da sie sich bei jedem Mensch anders zeigen. Es k?nnen k?rperliche Symptome im Vordergrund stehen, aber auch Antriebslosigkeit oder ?ngste. So leiden 40% der Betroffenen an unspezifischen Beschwerden wie Schmerzen und M?digkeit.
Sch?tzungen und Untersuchungen gehen davon aus, dass jede zweite Depression nicht korrekt diagnostiziert wird. Und jede zweite Depression, die als solche erkannt wurde, wird nicht optimal behandelt.


?ber Selbstmord wird eine Menge Unsinn erz?hlt. Fakten werden mit Unwahrem durcheinander gebracht. Hier ist ein kleines Quiz mit sieben Fragen. Wie viele davon kannst Du richtig beantworten?
1. Wer sich einmal mit Selbstmordgedanken tr?gt, wird es sein Leben lang tun.
FALSCH! Jemand, der sich das Leben nehmen will, ist nur f?r eine begrenzte Zeit "selbstmordgef?hrdet". In dieser Zeit holt sich diese Person entweder Hilfe, ?berwindet die Selbstmordgedanken oder stirbt.
2. Wenn jemand schon einmal versucht hat, sich umzubringen, sind die Chancen, dass er es noch einmal versucht, wesentlich niedriger.
FALSCH! Mindestens 80% aller durchgef?hrten Selbstmorde geschehen nach vorherigen Selbstmordversuchen. Dies trifft besonders auf junge Leute zu.
3. Menschen, die sich mit Selbstmordgedanken tragen, m?chten gar nicht unbedingt sterben.
WAHR! Ambivalenz ist ein deutliches Charakteristikum einer selbstmordgef?hrdeten Person. Viele wollen gar nicht sterben, sondern m?chten nur einen Weg finden, um einer unertr?glichen Situation zu entkommen.
4. Es ist keine gute Idee, jemanden zu fragen, ob er sich mit Selbstmordgedanken tr?gt. ?ber Selbstmord zu reden k?nnte ihn nur auf den Gedanken bringen, sich umzubringen.
FALSCH! Manche meinen, es sei sicherer, nicht mit jemandem ?ber Selbstmord zu sprechen, der diese M?glichkeit in Erw?gung zieht. Doch ganz im Gegenteil: Dar?ber zu sprechen, hilft dieser Person oftmals, sich mit den damit verbundenen schwierigen Themen auseinanderzusetzen und die Spannung zwischen dem Wunsch zu leben und zu sterben zu l?sen. Eine Bereitschaft zum Zuh?ren zeigt, dass Menschen Anteil nehmen und bereit sind, zu helfen.
5. Wenn sich eine depressive oder selbstmordgef?hrdete Person besser f?hlt, bedeutet das gew?hnlich, dass sich das Problem gel?st hat.
FALSCH! Wenn jemand, der zuvor depressiv war oder sich mit Selbstmordgedanken getragen hat, pl?tzlich wieder fr?hlicher erscheint, sollte nicht davon ausgegangen werden, dass die Gefahr vorbei ist. Hat sich jemand entschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen, kann er sich bereits auf Grund der getroffenen Entscheidung "besser" f?hlen bzw. ein Gef?hl der Erleichterung empfinden. Eine schwer depressive Person hat zwar m?glicherweise nicht die Energie, Selbstmordgedanken in die Tat umzusetzen. Sobald jedoch wieder gen?gend Energie da ist, ist es gut m?glich, dass sie sich doch noch das Leben zu nehmen versucht.
6. Die gr??te Gefahr des Selbstmords besteht unter jungen M?nnern.
WAHR! Die Gefahr des Selbstmords ist in vielen L?ndern unter M?nnern zwischen 18 und 24 Jahren am h?chsten.
7. Jemand, der behauptet, er m?chte sich am liebsten umbringen, w?rde es doch nie tun. Er versucht dadurch nur, Dampf abzulassen. Diejenigen, die sich wirklich umbringen wollen, reden gew?hnlich nicht dar?ber. Sie tun es einfach.
FALSCH! Die meisten Menschen reden entweder dar?ber oder tun etwas, das darauf hindeutet, dass sie sich umbringen werden. Mach Dir sich jedoch keine Selbstvorw?rfe, wenn Du es nicht kommen gesehen hast.
Quelle: Befrienders




bei Kindern und Jugendlichen
Es ist falsch zu glauben, dass Menschen, die von Selbstmord sprechen, es nicht tun!
In Deutschland nehmen sich j?hrlich mehr als 11.000 Menschen das Leben.
40 Kinder und Jugendliche versuchen jeden Tag, sich das Leben zu nehmen.
T?glich sterben drei Kinder oder Jugendliche durch Suizid.
Die Anzahl der jugendlichen Selbstmorde ist in Gro?st?dten doppelt so hoch wie auf dem Land.
Suizid ist bei Jugendlichen bis 20 Jahre die zweith?ufigste unnat?rliche Todesursache nach dem Unfalltod.
Die Zahl der Selbstmordversuche ist bei Jugendlichen sch?tzungsweise zwanzig- bis drei?ig mal h?her als die der vollendeten Selbstmorde.
85% der Menschen, die bereits einen Suizidversuch begangen haben, versuchen auch ein zweites mal, sich zu t?ten.

Folgende Methoden, werden von Jugendlichen angewandt, um ihrem Leben ein Ende zu setzen:
24 % Tod durch Erh?ngen
24 % Tod durch Erschie?en
22 % Tod durch Vergiften
12 % Tod durch Ertrinken
18 % Tod durch Sturz aus gro?er H?he/Aufschneiden der Pulsadern/sich vor einen Zug legen.
Acht von zehn Selbstm?rdern haben ihre Tat vorher angek?ndigt.
M?dchen versuchen drei mal so oft sich das Leben zu nehmen, wie Jungen.
Jungen hingegen gelingt der Selbstmord drei mal ?fter als M?dchen; das liegt daran, dass sie oft die "harten Methoden" w?hlen
wie Erh?ngen, Erschie?en oder Verbrennen.
Die meisten Selbstmorde passieren im Fr?hjahr und im Herbst und ?berwiegend montags.
Es ist falsch zu glauben, dass ein zum Suizid entschlossener Jugendlicher nicht mehr von seinem Vorhaben abzubringen ist. Die meisten sind hin und her gerissen zwischen dem Wunsch zu leben und dem Wunsch zu sterben. Durch verst?ndnisvolle Gespr?che und praktische Unterst?tzung kann der Lebenswille wieder aktiviert werden.
Quelle: bravo.de


Eine krankhafte Depression ver?ndert Gedanken, Gef?hle, Verhalten und k?rperliche Vorg?nge. Anders als bei gelegentlicher depressiver Stimmung oder Traurigkeit ist eine normale Lebensf?hrung nur unter gr??ten Anstrengungen m?glich. Das Selbstmordrisiko ist erh?ht.


Die wichtigsten Anzeichen einer behandlungsbed?rftigen Depression:

niedergedr?ckte Stimmung,
Freud- und Interesselosigkeit, innere Leere,
Ersch?pfung, Energielosigkeit,
Appetit- oder Gewichtsverlust (seltener Gewichtszunahme),
Schlafst?rungen, zu wenig oder zu viel Schlaf,
ungew?hnliche Langsamkeit (Sprechen, Bewegungen) oder (seltener) verst?rkte Unruhe und Erregung,
Verlust von sexuellem Interesse
Konzentrationsschwierigkeiten, Entschlusslosigkeit,
Minderwertigkeitsgef?hle, Selbstvorw?rfe, Schuldgef?hle,
Gedanken an Tod, Todeswunsch.
Quelle: "test" 1/2001, Stiftung Warentest
Den kompletten Beitrag "Selbstmordpr?vention: Signale erkennen"
(kostenpflichtig) und weitere interessante Informationen gibt es auf der Website von "Stiftung Warentest"


Einfach nur zuh?ren!
Unsere erste Reaktion auf Menschen, die unter Depressionen leiden oder sich mit Selbstmordgedanken tragen, ist die, zu versuchen, ihnen zu helfen. Dabei geben wir gute Ratschl?ge, erz?hlen ihnen von unseren eigenen Erfahrungen und bem?hen uns, L?sungen zu finden.
Wir t?ten jedoch weitaus besser daran, ihnen zun?chst einmal einfach nur zuzuh?ren. Lebensm?de Menschen suchen nicht nach Antworten oder L?sungen. Sie sehnen sich nach einem sicheren Ort, an dem sie ihre ?ngste und Sorgen zum Ausdruck bringen, sie selbst sein k?nnen. Zuzuh?ren - wirklich zuzuh?ren - ist nicht einfach. Wir m?ssen uns zusammennehmen, nicht gleich mit etwas herauszukommen - einen Kommentar abzugeben, nicht selbst gleich drauf los zu reden, eine Geschichte zu erz?hlen oder Rat zu erteilen. Wir m?ssen nicht nur auf die Fakten reagieren, die wir von dem Betroffenen h?ren, sondern auch auf die seine Gef?hle oder Gef?hlswelt. Wir m?ssen lernen, die Dinge aus der Perspektive unseres Gegen?ber zu sehen, nicht aus unserer eigenen.
Im Folgenden sind einige Hinweise gegeben, die wir nicht vergessen sollten, wenn wir einer selbstmordgef?hrdeten Person wirklich helfen wollen.
Was Menschen m?chten, die Selbstmordgedanken in sich tragen:
Jemanden, der ihnen zuh?rt. Jemanden, der sich wirklich Zeit nimmt, ihnen zuzuh?ren. Jemanden, der nicht gleich urteilt, Ratschl?ge oder Meinungen von sich gibt, sondern sich seinem Gegen?ber mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuwendet.
Jemanden, dem sie vertrauen k?nnen. Jemanden, der sie respektiert. Jemanden, der alles streng vertraulich behandelt.
Jemanden, der Anteil nimmt. Jemanden, der sich gern zur Verf?gung stellt, der seinem Gegen?ber die Befangenheit nimmt und ruhig mit ihr spricht. Jemanden, der ein Gef?hl der Sicherheit vermittelt, die Verzweiflung akzeptiert und Glauben schenkt. Jemanden, der sagt: 'Du bist mir nicht egal'.
Was suizidgef?hrdete Menschen nicht m?chten:
Allein sein. Ablehnung kann ein Problem oftmals zehnfach so schlimm erscheinen lassen. Jemanden zu haben, an den man sich wenden kann, gibt der Sache hingegen ein ganz anderes Gesicht.

Einfach nur zuh?ren.
Gute Ratschl?ge erhalten. Belehrungen sind keine Hilfe. Genauso wenig wie der Zuspruch 'Kopf hoch' oder Deine leichtfertige Versicherung, dass 'alles wieder gut werden wird'. Vermeide es, zu analysieren, zu vergleichen, zu kategorisieren oder zu kritisieren.
Einfach nur zuh?ren.

Ausgefragt werden. Wechsel nicht das Thema, bemitleide nicht und wirke nicht herablassend. ?ber Gef?hle zu sprechen ist nicht leicht. Menschen mit Selbstmordgedanken m?chten weder gedr?ngt noch in die Defensive versetzt werden.

Einfach nur zuh?ren.
Quelle: Befrienders


Ein Gro?teil der Menschen f?hlt sich irgendwann einmal in ihrem Leben depressiv. Bei einigen sind diese Gef?hle jedoch intensiver und halten l?nger an.
Diese Art der Depression 'verschwindet nicht einfach wieder'. Einem solchen Menschen zu sagen, er solle 'den Kopf nicht h?ngen lassen' oder 'sich zusammenrei?en' ist alles andere als hilfreich. So einfach geht das nicht.
Doch besteht Hoffnung. Depressionen sind ein medizinischer Zustand, der sich behandeln l?sst. ?rzte k?nnen Medikamente oder eine Therapie - oder eine Kombination von beidem - dagegen verschreiben.
Das Wichtigste ist, Hilfe zu suchen.
Symptome, auf die geachtet werden sollte:
Gedr?ckte Stimmung - ?ber den Tag hinaus, jeden Tag
Stimmungswechsel - eine Minute in Hochstimmung, im n?chsten Augenblick im Loch
Energielosigkeit und fehlendes Interesse am Leben
Reizbarkeit und Ruhelosigkeit
Schlafst?rungen - zu viel oder zu wenig Schlaf
Betr?chtlicher Gewichtsverlust oder starke Gewichtszunahme
Gef?hle der Nichtsnutzigkeit und Schuldgef?hle
Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und klar zu denken
Verlust des Geschlechtstriebs
Gedanken ?ber den Tod und die M?glichkeit des Selbstmordes
Wenn Du jemanden kennst, der unter anhaltenden Depressionen leidet,
ermutige ihn, einen Arzt oder eine Fachperson f?r Gesundheitsf?rsorge aufzusuchen.
Sei f?r ihn da.
Quelle: befrienders.com


Im Jahr 2002 starben in Deutschland 11.163 Menschen durch Suizid (8.106 M?nner und 3.057 Frauen). Die Suizidrate (d.h. der Anteil der Suizide auf 100.000 Einwohner) betr?gt 13,5 (20,1 bei den M?nnern und 7,2 bei den Frauen). M?nner begehen 2,65 mal h?ufiger Suizid als Frauen. (Quellen: Statistisches Bundesamt).Diese sehr hohe Zahl von Selbstt?tungen wird oftmals in der ?ffentlichkeit nicht wahrgenommen im Gegensatz beispielsweise zu den Todesf?llen im Stra?enverkehr, obgleich diese Zahl wesentlich geringer ist.
Die Dimension wird durch einige Vergleichszahlen deutlich:
Suizide 11.163 (2002, Statistisches Bundesamt)
Verkehrsunf?lle 6.917 (2002, Statistisches Bundesamt)
Gewalttaten 820 (2003, Polizeiliche Kriminalstatistik)
Drogen 1.513 (2003, Drogenbericht der Bundesregierung)
AIDS 518 (2002, Statistisches Bundesamt) Suizide 11.163 (2002, Statistisches Bundesamt)
Verkehrsunf?lle 6.917 (2002, Statistisches Bundesamt)
Gewalttaten 820 (2003, Polizeiliche Kriminalstatistik)
Drogen 1.513 (2003, Drogenbericht der Bundesregierung)
AIDS 518 (2002, Statistisches Bundesamt)
Suizide: Aufteilung nach Altersgruppen (2002):

unter 15 Jahren 24
15 - unter 20 Jahren 314
20 - unter 25 Jahren 436
25 - unter 30 Jahren 417
35 - unter 40 Jahren 702
35 - unter 40 Jahren 940
gesamt bis unter 40 Jahren 2833

Aufteilung nach Alter 1997:

unter 10 Jahren 2
10 - unter 15 Jahren 34
15 - unter 20 Jahren 298
20 - unter 25 Jahren 444
25 - unter 30 Jahren 712
30 - unter 35 Jahren 998
35 - unter 40 Jahren 1046
gesamt bis unter 40 Jahren 3534

Patienten, die nach einem Suizidversuch in eine Klinik aufgenommen wurden, sind zu 50 Prozent Patienten, die mindestens schon einmal einen Suizidversuch begangen haben. Nach einigen Studien begehen zwischen 13 und 35 Prozent bereits innerhalb der ersten zwei Jahre erneut einen Suizidversuch. Bei langfristigen Studien sind es innerhalb von 10 bis 30 Jahren 10 bis 13 Prozent, die sich letztendlich das Leben nahmen.




Gef?hrliche Gedanken: Die meisten Menschen, die an Selbstt?tung denken, schwanken zwischen dem Wunsch zu leben und zu sterben. Familienangeh?rige, Freunde, Bekannte und Therapeuten k?nnen Hilfen f?rs Leben anbieten.
Die wichtigsten Angebote an Verzweifelte sind: zuh?ren, eine professionelle Beratung und eine Therapie organisieren, mit Medikamenten behandeln und in akuten Gefahrensituationen in eine Klinik einweisen.

Wie man in einer Krise reagieren kann:
Ank?ndigung einer Selbstt?tung oder andere Signale ernst nehmen
Mit der gef?hrdeten Person ?ber ihre Absichten sprechen und ihr zuh?ren. Eventuell auch direkt nach Selbstmordabsichten fragen und ob schon die Person schon ?ber bestimmte Methoden nachgedacht oder sie gar ausgew?hlt hat.
Selbstmordabsichten nicht ausreden, signalisieren, dass man gemeinsam nach L?sungen suchen kann, dass die momentanen Gef?hle vor?bergehend sind, dass medizinische oder psychologische Behandlungen m?glich sind.
Hilfe suchen: Hausarzt, Beratungsstelle (Ehe-, Familien-, Lebensberatung), Suchtberater, Psychologe, Nervenarzt, Geistlicher, Telefonseelsorge, Krisenzentrum, Krankenhaus, psychiatrische Klinik, sozialpsychiatrischer Dienst - gef?hrdete Person nach M?glichkeit dorthin begleiten.
In Krisensituation einen Notarzt oder Rettungswagen benachrichtigen, so lange bei der Person bleiben, bis Hilfe eintrifft.
Gef?hrliche Gegenst?nde beseitigen: Waffen, Drogen, Medikamente, Rasierklingen, Scheren.
Quelle: u.a. "test" 1/2001, Stiftung Warentest
Den kompletten Beitrag "Selbstmordpr?vention: Signale erkennen"
(kostenpflichtig) und weitere interessante Informationen gibt es auf der Website von "Stiftung Warentest"

Wir sind mit der F?higkeit auf die Welt gekommen, uns das Leben zu nehmen. Jedes Jahr treffen eine Millionen Menschen diese Wahl.
Viele dieser Menschen, die am liebsten sterben m?chten, sehen keinen anderen Ausweg mehr. Ihre Welt wird zu diesem Zeitpunkt vom Tod bestimmt. Die Intensit?t ihrer Selbstmordgedanken darf nicht untersch?tzt werden - sie sind echt, stark und unmittelbar. Sie lassen sich nicht einfach wegzaubern.
Allerdings stimmt es auch, dass:
Selbstmord oft eine endg?ltige L?sung f?r ein vor?bergehendes Problem ist.
Wir alles aus dem ?u?erst eingeschr?nkten Blickwinkel des Augenblicks sehen, wenn wir depressiv sind. Nur kurze Zeit sp?ter, eine Woche oder einen Monat k?nnen die Dinge bereits ganz anders aussehen.
Die meisten Menschen, die sich einmal mit Selbstmord befasst haben, heute froh sind, dass sie noch leben. Sie sagen, sie wollten ihrem Leben eigentlich kein Ende setzen - nur dem Schmerz.
Der wichtigste Schritt ist, mit jemandem zu reden. Menschen, die sich mit Selbstmordgedanken tragen, sollten nicht versuchen, alleine mit ihren Problemen fertig zu werden. Sie sollten sich SOFORT um Hilfe bem?hen.
Sprich mit Deiner Familie oder mit Freunden. Allein das Reden mit einem Familienangeh?rigen oder mit einem Freund oder Kollegen kann bereits unglaubliche Erleichterung verschaffen.
Sprich mit einer Vertrauensperson. Manche Menschen k?nnen einfach nicht mit ihrer Familie oder mit Freunden sprechen. Ihnen f?llt es leichter, mit einem Fremden zu reden. Es gibt auf der ganzen Welt Hilfszentren, in denen freiwillige Mitarbeiter eben daf?r da sind Dir zuzuh?ren.
Sprich mit einem Arzt. Sollte sich jemand ?ber einen l?ngeren Zeitraum hinaus niedergeschlagen f?hlen oder mit Selbstmordgedanken tragen, ist es m?glich, dass er oder sie unter klinischer Depression leidet. Hierbei handelt es sich um ein medizinisches Leiden, das durch eine St?rung des chemischen Gleichgewichts hervorgerufen wird. Normalerweise l?sst sich dies von einem Arzt durch Verschreibung von Medikamenten und/oder ?berweisung zur Therapie behandeln.
Die Zeit ist ein wichtiger Faktor beim Weitermachen und Nichtaufgeben. Doch was in dieser Zeit geschieht, ist ebenso wichtig.
Wenn sich jemand mit Selbstmordgedanken tr?gt, ist es wichtig, dass er unverz?glich mit jemandem ?ber seine Gef?hle redet.
Quelle: Befrienders.com



"Voll depri drauf sein" kommt gerade in der Pubert?t vor, hat mit den Hormonen zu tun und ist leider normal. Das sind Stimmungstiefs, die sich mit der Zeit wieder geben. Bleiben diese Stimmungen jedoch ?ber l?ngere Zeit erhalten oder treten sie in Phasen ohne ?u?eren Anlass auf, dann handelt es sich um eine Depression.
Der Begriff Depression kommt vom lateinischen "deprimere" und bedeutet so viel wie herunter- oder niederdr?cken. Und so f?hlt sich Depression an: Niedergeschlagenheit, Bedr?ckung, Motivations- und Perspektivlosigkeit, ohne besondere Gr?nde daf?r nennen zu k?nnen. Jemand der an einer Depression erkrankt ist, erlebt sich als hoffnungs- und hilflos, er empfindet eine innere Leere, hat Angst und ist verzweifelt. Manche f?hlen sich wie versteinert, d.h. sie sind nicht mehr in der Lage ?berhaupt Gef?hle empfinden zu k?nnen.
Depression ist eine echte Gem?tskrankheit. Die Kranken k?nnen sich davon nicht befreien und es gelingt auch nicht sie aufzumuntern. V?llig sinnlos ist es ?brigens, eine depressive Person mit einem "Jetzt rei? dich mal zusammen!" zu pushen.
Ca 3% der Kinder und Jugendlichen erleiden einmal eine schwere depressive Episode. Wesentlich mehr M?dchen als Jungen sind depressiv. Weltweit sind von dieser Krankheit etwa 340 Millionen Menschen betroffen und die Weltgesundheitsbeh?rde nimmt an, dass im Jahr 2010 Depression die Volkskrankheit Nr. 1 in den Industriel?ndern sein wird. In Deutschland und ?sterreich erkrankt z. Zt. ungef?hr jeder F?nfte ein mal in seinem Leben an
Depression.
Die gr??te Gefahr dieser Krankheit besteht in der Suizidalit?t. Wenn jemand Monate lang niedergeschlagen ist, beginnt er logischerweise am Sinn des Lebens zu zweifeln und kommt auf die Idee Schluss zu machen. Etwa die H?lfte aller Betroffenen unternehmen im Laufe der Krankheit einen Selbstmordversuch.
Wieso Menschen depressiv werden ist bisher nicht eindeutig gekl?rt. Das Zusammenspiel verschiedener Faktoren kann zum Ausbruch der Krankheit f?hren:
Akute Belastungen wie Tod von nahestehenden Personen, Verlust des Partners, finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Mobbing, k?rperliche Erkrankungen wie z.B. Schilddr?senst?rungen, bei der der Stoffwechsel der Botenstoffe zwischen den Nervenzellen des Gehirns gest?rt ist. Eine erbliche Veranlagung - wenn nahe Verwandte unter Depressionen leiden, erh?ht sich das Risiko selbst zu erkranken.
Au?erdem kann eine Depression auch ohne ein ?u?eres Ereignis "aus heiterem Himmel" auftreten.
Eine Depression kann Wochen und Monate in manchen F?llen sogar Jahre anhalten. Bei manchen Betroffenen schl?gt die Stimmung f?r bestimmte Phasen ins Gegenteil, die "Manie" um: Sie sind dann vor?bergehend v?llig euphorisch bis zum Gr??enwahn. Daher der Begriff "manisch-depressiv".
Menschen, die unter einer Depression leiden, werden oft mit Vorw?rfen konfrontiert, sie sollten sich nicht so haben, kein Theater spielen, sie w?ren doch nur zu faul, um sich aufzuraffen. Oft halten sich die Betroffenen selbst f?r Versager. Schlie?lich ist das doch alles "nur psychisch". Damit ist niemandem geholfen. Wer unter Depressionen leidet, ist krank und braucht eine intensive Behandlung. In Frage kommen eine medikament?se Behandlung mit
Antidepressiva sowie eine psychotherapeutische Betreuung.


Psychische Krankheiten werden im allgemeinen weniger ernst genommen wie die k?rperlichen. Viele "gesunde Menschen" f?rchten sich davor, mit psychischen Krankheiten in Ber?hrung zu kommen, verurteilen die Betroffenen als w?ren sie selbst schuld an ihrem Leiden oder werten sie als "geisteskrank" ab.
Dabei wird ?bersehen, dass z.B. Depressive so stark erkranken k?nnen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ihr Leben selbstst?ndig zu bew?ltigen. Eine Behandlung ist also dringend erforderlich.
Medikament?se Behandlung:
Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass w?hrend einer Depression der Stoffwechsel des
Gehirns gest?rt ist. Die Botenstoffe (Transmitter) Serotonin und/oder Noradrenalin sind n?tig, um Informationen (z.B. ich f?hle mich wohl, ich bin angespannt, ich bin satt) von Nervenzelle zu Nervenzelle zu transportieren. Bei einer Depression gibt es zu wenig von ihnen und/oder die ?bertragung zwischen den Nervenzellen funktioniert nicht richtig. Das wirkt sich auf den Gef?hlshaushalt aus und spiegelt sich als Niedergeschlagenheit, Gr?belzwang, Lustlosigkeit usw. wieder.
Dagegen wurden so genannte "Antidepressiva" entwickelt. Das sind Medikamente, die das
chemische Ungleichgewicht im Gehirnstoffwechsel wieder ausgleichen. Diese Medikamente wirken beruhigend und Angst l?send, die Stimmung wird "aufgehellt". Es dauert einige Wochen bis sie ihre Wirkung entfalten, deshalb d?rfen sie auf keinen Fall abgesetzt werden, auch wenn sie anfangs anscheinend nicht wirken.
Psychotherapeutische Behandlung:
Bei schweren Depressionen gen?gt es nicht, die Patienten mit einem Rezept f?r Antidepressiva
wieder nach Hause zu schicken. Sie sollten unbedingt zus?tzlich psychotherapeutisch betreut
werden. In einer Psychotherapie finden die Patienten heraus, welche belastenden Ereignisse
(h?ufig fr?he Kindheitserlebnisse) ihr Gem?t belasten und sie lernen, ihr Verhalten im Umgang mit Entt?uschungen zu ver?ndern. Allein die Erfahrung, dass der Therapeut/die Therapeutin sich alle Klagen bedingungslos anh?rt und Verst?ndnis zeigt, gibt den Patienten/innen wieder ein St?ck Selbstvertrauen zur?ck.
Quelle: bravo.de



Die folgenden Punkte k?nnen darauf hindeuten, dass ein Mensch selbstmordgef?hrdet ist:
bei starken Ver?nderungen seiner Essens- und Schlafgewohnheiten, wenn sich jemand pl?tzlich nichts mehr aus liebgewonnen Dingen macht - z.B. seine Lieblings-CDs, Klamotten oder sein Haustier verschenkt
wenn sich jemand von seinen Freunden abkapselt
wenn jemand nach der Trennung von einem geliebten Menschen in tiefe, nicht enden wollende Depression verf?llt
bei pl?tzlicher Verschlechterung der Schulnoten
bei allgemeiner Hoffnungslosigkeit und Selbsthass
bei st?ndiger Rastlosigkeit und ?beraktivit?t
wenn jemand einen Selbstmordversuch begeht
Gefahr besteht vor allem wenn ...
jemand sagt, dass er sich selbst verletzen will
jemand einen Plan hat, wie er das machen will
jemand Tabletten bunkert oder sich eine Waffe besorgt
es Anzeichen daf?r gibt, dass sich jemand bereits verletzt hat
jemand weggetreten oder bewusstlos aufgefunden wird
Es ist falsch zu glauben, dass Menschen, die von Selbstmord sprechen, es nicht tun!
Es ist auch falsch zu glauben, dass ein zum Suizid entschlossener Jugendlicher nicht mehr von seinem Vorhaben abzubringen ist. Die meisten sind hin und her gerissen zwischen dem Wunsch zu leben und dem Wunsch zu sterben. Durch verst?ndnisvolle Gespr?che und praktische Unterst?tzung kann der Lebenswille wieder aktiviert werden.
Quelle: bravo.de

Depression und Geschlecht

Frauen erkranken etwa doppelt so h?ufig an einer Depression wie M?nner. F?r diesen Geschlechterunterschied gibt es verschiedene Erkl?rungen.
Frauen sprechen eher ?ber ihre ?ngste und Stimmungsschwankungen und werden eher als "depressiv" eingeordnet, w?hrend bei M?nnern oft organische Ursachen vermutet werden. Das unterschiedliche Verhalten der Geschlechter und das unterschiedliche Diagnoseverhalten der ?rzte spielen also m?glicherweise eine Rolle.

Der Geschlechterunterschied ist teilweise auch hormonell bedingt. So sind Frauen in Zeiten mit gro?en Hormonschwankungen anf?lliger f?r eine Depression: Vor der Menstruation oder nach einer Geburt. Beim pr?menstruellen Syndrom treten depressive und dysphorische Symptome immer nur vor der Menstruation auf. Die Anf?lligkeit scheint genetisch veranlagt zu sein und durch Umwelteinfl?sse verst?rkt zu werden. Schwere F?lle des pr?menstruellen Syndroms werden mit Medikamenten behandelt.

Die postpartale Depression tritt nach der Geburt auf. Viele Frauen leiden im Wochenbett an einer depressiven Verstimmung, doch meistens handelt es sich um eine kurzlebige Erscheinung, den "Baby-Blues". Erst wenn die Symptome ?ber einen l?ngeren Zeitraum andauern, handelt es sich um eine ernsthafte Wochenbettdepression.

Ob Frauen w?hrend oder nach der Menopause (Wechseljahre) anf?lliger f?r eine Depression sind, lie? sich bis jetzt nicht abschlie?end kl?ren.
Bei der Depression im Rahmen einer bipolaren affektiven Erkrankung gibt es ?brigens keinen Geschlechterunterschied hinsichtlich der Erkrankungsh?ufigkeit.

Depression und Kindheit und Jugend
Kleine Kinder k?nnen keine schwere Depression entwickeln - von dieser Hypothese gingen ?rzte und Forscher bis in die 1980er Jahre aus. Heute gilt das nicht mehr. Wenn ein Kind st?ndig weint, ein negatives Selbstbild hat, seine Aktivit?t herabgesetzt ist und es davon spricht, nicht mehr leben zu wollen, so handelt es sich um depressive Symptome wie bei einem Erwachsenen auch.
Vor der Pubert?t gibt es keinen deutlichen Unterschied in der Depressionsh?ufigkeit zwischen M?dchen und Jungen. Nach der Pubert?t jedoch sind wesentlich mehr M?dchen als Jungen depressiv.
Die 15-19j?hrigen Frauen haben au?erdem die h?chste Suizidversuchsrate ?berhaupt. Alarmierend ist die in den letzten Jahren in mehreren L?ndern zu beobachtende Zunahme der Suizidrate bei m?nnlichen Jugendlichen1.
Jugendliche machen w?hrend ihres Reifeprozesses zahlreiche neue Erfahrungen: Verliebtsein, Trennung, Abl?sung vom Elternhaus. Dies alles bringt eine gewisse Verunsicherung mit sich, die wiederum Depressionen und/oder Suizidgedanken ausl?sen k?nnte.

Referenz
1Apter, A. (2001). Adolescent suicide and attempted suicide. In D. Wasserman, (Hrsg.), Suicde. An unnessecary death (pp. 181-194). London: Martin Dunitz.

Angst

Was ist Angst?

Angst ist evolutionsgeschichtlich gesehen sinnvoll und hilfreich, denn sie warnt vor Gefahren und sch?tzt durch angemessene Reaktion (Flucht) vor deren Folgen. Sie tritt zumeist in Situationen auf, die man als bedrohlich, ungewiss und unkontrollierbar empfindet.
Angst ist ein grundlegendes und normales Gef?hl, genau wie Wut, Freude oder Traurigkeit. Sie ?u?ert sich in Gedanken, in k?rperlichen Symptomen und in speziellen beobachtbaren Verhaltensweisen. Angst wird in der Regel als unangenehm empfunden, ist aber trotz der k?rperlichen Reaktion keinesfalls gef?hrlich.
Aus biologischer Sicht hat die Angst mit ihren Symptomen zun?chst Vorteile: die Herzt?tigkeit erh?ht sich, die Muskeln spannen sich an. Der K?rper wird also auf eine schnelle Flucht vorbereitet. Man verh?lt sich aber auch aufmerksamer, konzentrierter und vorsichtiger. Wir laufen quasi auf Hochtouren, um die Gefahr (die auch eine Pr?fung oder ?hnliches sein kann) mit voller Power zu meistern.
Erst eine ?berstarke Angst schr?nkt das Denken und Handeln ein, die Konzentration verringert sich, man neigt zu un?berlegten und panischen Kurzschlussreaktionen.

Wann wird die Angst zur Krankheit?

Als krankhaft kann man ?ngste erst bezeichnen, wenn sie zu einer v?lligen L?hmung des Betroffenen f?hren und unkontrollierbar sind, wenn sie vollst?ndig oder in Teilen unbegr?ndet und unangemessen sind und das Leben des Betroffenen so stark beeinflussen, dass ein hoher Leidensdruck durch diese ?ngste und ihre Auswirkungen entstanden ist. Die Gedanken sind in der Regel konzentriert auf das, was Angst macht, was dann wiederum die Angst steigert. Das Verhalten ist dann daraufhin ausgerichtet, der Angst zu entfliehen, alles zu tun, damit die Angst nicht auftritt. Das f?hrt dazu, dass sich die Betroffenen zunehmend in einem Teufelskreis oder sich selbst verst?rkenden Mechanismus befinden: je besser die angstausl?senden Situationen gemieden werden k?nnen, umso st?rker setzt sich deren Bedrohlichkeit in Gedanken fest.
Die Erwartungsangst f?hrt zu einer starken Angst- und Stressreaktion. ?ber Gedanken und Gef?hle entwickelt man schon bei der blo?en Vorstellung einer angstausl?senden Situation eine entsprechende Angst. Durch Vermeidung der Situation steigt die Erwartungsspannung immer weiter an.
Nur auf wenige Ereignisse oder Situationen reagieren Menschen mit angeborener Angst, die meisten ?ngste werden im Laufe des Lebens erlernt. Ausgel?st werden k?nnen ?ngste durch Kontakt mit anderen Menschen, durch ganz konkrete Situationen, durch Tiere, Gegenst?nde, durch Belastungen in Alltag und Beruf, aber auch durch K?rperempfindungen wie Atembeschwerden, Erstickungsgef?hle, Flimmern vor den Augen und Taubheits- oder Kribbelgef?hle.
?ngste k?nnen aber auch entstehen druch k?rperliche Erkrankungen (?berfunktion der Schilddr?se, Herzerkrankungen) oder als Begleiterscheinung von Depressionen und Psychosen.

Wer ist betroffen?

Angsterkrankungen sind weit verbreitet, sie treten bei ca. 13% aller Erwachsenen auf, bei Jugendlichen noch h?ufiger. 10% aller Menschen leiden so stark unter Angst, dass es zu Vermeidungsverhalten f?hrt, zu ausgepr?gtem Leiden und deutlichen Einschr?nkungen im Alltagsleben. 3% aller Menschen zeigen weitergehende schwerwiegende Komplikationen und Begleiterkrankungen wie Medikamenten- oder Alkoholabh?ngigkeit.
Nur etwa 1/3 der Betroffenen suchen Hilfe bei ?rzten oder Therapeuten. Aus Scham wird oft nicht ?ber ?ngste gesprochen. Gehen die Betroffenen dann schlie?lich doch zum Arzt oder Therapeuten, sind schon viele Komplikationen aufgetreten. Denn steigert sich die t?gliche Angst bis hin zu Panikattacken, ist ein normales Leben in Familie und Beruf v?llig unm?glich. Selbst das Verlassen der Wohnung kann zu rasenden Angstzust?nden in K?rper und Seele f?hren.
Dabei k?nnen Angsterkrankungen gut behandelt werden, in der Regel mit einer Kombination aus kognitiver Verhaltenstherapie und Konfrontationstherapie. Je fr?her man mit der Behandlung beginnt, desto besser ist die Angst in den Griff zu bekommen.
Die Symptome der Angst setzen sich zusammen aus einem k?rperlichen Anteil, einem gedanklich/gef?hlsm??igem Anteil und einem Anteil entsprechenden Verhaltens. Diese drei Anteile treten nicht immer gleich intensiv auf.

Symptomatik der Angst

Als k?rperliche Symptome treten auf: feuchte H?nde, hoher Blutdruck, Herzklopfen, Stiche in der Brust, schneller Atem, Zittern, ?belkeit, weiche Knie, Schwindel, Kribbeln in den Beinen, Spannungskopfschmerzen, Schluckbeschwerden, Durchfall, zittrige Stimme, Schlafprobleme usw.
Dazu kommen subjektive Empfindungen wie das Gef?hl, ohnm?chtig zu werden, die Angst, sterben zu m?ssen, Erstickungsgef?hle, Unruhe, Anspannung, Hilflosigkeit, die Gedanken kreisen, Katastrophen-Erwartung, das Bed?rfnis, aus der entsprechenden Situation fliehen zu m?ssen, weil man es nicht mehr aush?lt, Unsicherheit, man traut sich nicht mehr alleine in angst-ausl?sende Situationen und schlie?lich die Angst vor der Angst, was zwangsl?ufig zu Vermeidungsverhalten f?hrt.


Die Negativ-Liste des Lebens

Jeder kennt sie: "Graue" Tage. Niemand ist immer fr?hlich; es gibt Tage, an denen man traurig ist, zu nichts Lust hat, alles zuviel ist.
Die Seele leidet, der K?rper auch. Die Verstimmung schl?gt auf den Magen, der R?cken will die seelischen Belastungen nicht mehr tragen. Am liebsten w?rde man sich verkriechen, und vom Leben ausschlie?en. In einer Depression f?hlt sich der Depressive wie gefangen, er f?hlt sich schwach, ersch?pft und kann sich nicht mehr konzentrieren - und hat zugleich das Gef?hl, selbst schuld an seiner Situation zu sein. Durch die Leistungsunf?higkeit sinkt das eigene Selbstwertgef?hl, ein Mensch, der unter Depressionen leidet, h?lt die Depression f?r seinen Fehler und sich selbst f?r einen Versager.

Jeder macht sich Gedanken ?ber sein Leben, ?ber seine Zukunft. Das kann auch Angst machen: Bleibt mein Partner bei mir? Schaffe ich es mit dem zunehmenden Druck im Beruf zurechtzukommen? Ist mir mein Arbeitsplatz ?berhaupt sicher? Was wird aus mir, wenn die Kinder aus dem Haus gehen? Ertrage ich die Leere? Was ist, wenn mein Partner vor mir stirbt? Werde ich im Alter einsam sein? Ist das Leben ?berhaupt noch lebenswert? Dieser Zustand nicht erkl?rbarer Spannung, Angst oder Hilflosigkeit kann sich als Unruhe und Rastlosigkeit ?u?ern - oder im Gegenteil als Bewegungslosigkeit und Ausdrucksl?hmung.

Selbst die N?chte bringen keine Ruhe - vor lauter Gr?beleien will der erholsame Schlaf lange nicht kommen oder bleibt ganz aus. Morgens f?hlt man sich m?de, zerschlagen und energielos. Und die Kraft f?r den Tag fehlt.

"Graue" Tage sind kein Grund zur Besorgnis, Menschen jeden Alters erleben sie. Erst wenn sie andauern oder sich in immer k?rzeren Abst?nden h?ufen, spricht die Medizin von depressiven Verstimmungen.

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, keine Geisteskrankheit. Ein Mensch, der unter einer Depression leidet, ist nicht verr?ckt, sondern seelisch krank.Und mittlerweile gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass psychische Erkrankungen ernst genommen werden m?ssen.


Die Negativ-Liste der Depression

Die ?u?ere Wahrnehmung und Akzeptanz der Depression
Die meisten Menschen gehen erst dann zum Arzt, wenn eine St?rung - meist eine k?rperliche - ein gewisses Ma? an Beeintr?chtigung ?berschritten hat. H?ufig sind dann sowohl die ?rzte als auch die Patienten in ihrer Wahrnehmung darauf eingerichtet, einen k?rperlichen Grund als Ursache der Beschwerden festzustellen. Doch lediglich ein Drittel aller durch Allgemein?rzte behandelten Krankheiten haben eine konkrete k?rperliche Ursache. So kann es bis zu acht Jahren dauern, bis eine psychische Erkrankung erkannt und richtig behandelt wird.

Noch immer wird eine k?rperliche Erkrankung in unserer Gesellschaft eher akzeptiert als eine seelische. Es gibt deshalb auch ein wesentlich breiteres Angebot zur Behandlung k?rperlicher als seelischer Erkrankungen. Trotzdem w?chst ?berall das Wissen ?ber seelische Krankheiten, und so wird heute kaum noch abf?llig ?ber Patienten gesprochen, die es "mit den Nerven haben". Allein durch den Anstieg von Depressionen in den letzten Jahrzehnten gibt es keine Diskussion mehr dar?ber, dass psychische Erkrankungen ernst genommen werden m?ssen. Bereits leichtere Depressionen werden als Signale eines Alarmsystems verstanden, das z.B. vor zu starker Stressbelastung, allgemeiner ?berlastung und ?berarbeitung warnt. Trotzdem gibt es sowohl bei Krankenkassen als auch bei den Patienten selbst immer noch Vorbehalte und Hindernisse gegen eine wirklich umfassende medikament?se und psychotherapeutische Behandlung.

? Einige Patienten haben - vor dem Hintergrund negativer Erfahrungen mit ?lteren Antidepressiva, die auf moderne Antidepressiva allerdings nicht mehr zutreffen - immer noch Vorbehalte gegen eine medizinisch-medikament?se Therapie.
? Andere Patienten vermeiden aus Ber?hrungs?ngsten eine erg?nzende Psychotherapie.
? Und die Krankenkassen fordern f?r die Kosten?bernahme einer Psychotherapie immer noch ein spezielles, relativ aufwendiges und zeitraubendes Beantragungsverfahren.


Aber das Bewusstsein f?r eine umfassende Behandlung der Depression w?chst mehr und mehr, und im Vergleich zu anderen L?ndern ist das Behandlungsangebot in Deutschland trotz allem sehr gut.

Die innere Wahrnehmung der Depression
Fast alle, die zum ersten Mal an einer Depression erkranken, k?nnen die Ver?nderungen, die mit ihnen vorgehen, nicht verstehen. Sie k?nnen sie nicht einordnen und f?hlen sich stark verunsichert, wenn sie feststellen m?ssen, dass sie nicht mehr wie fr?her wahrnehmen und denken k?nnen:

? Sie f?hlen sich innerlich leer, und trotzdem rast ihnen ein Chaos von Gedanken durch den Kopf.
? Sie f?hlen sich m?de und trotzdem unruhig.
? Sie stellen pl?tzlich fest, dass sie M?he haben, auch nur einem einfachen Gedanken nachzugehen, oder dass sie kaum noch etwas im Ged?chtnis behalten k?nnen.


Schwer Depressive f?rchten deshalb h?ufig, dass sie "den Verstand verlieren", so stark sind sie durch diese Ver?nderungen irritiert. Sie leiden unter dem Zwang, denken zu m?ssen, ohne denken zu k?nnen. Ihre Gedanken richten sich immer wieder in die Vergangenheit. Ohne die vergangenen Probleme l?sen zu k?nnen, verstricken sie sich in Gr?beleien, die sie v?llig blockieren. Gr?belzwang und Denkhemmung verbinden sich zu einem ungl?cklichen Kreislauf, aus dem sie nicht herauskommen. Diese Ausweglosigkeit l?st h?ufig eine gro?e Angst aus, der ein an einer Depression Erkrankter um so schonungsloser ausgeliefert ist, je wacher und klarer er seinen Zustand beobachtet.

Ein Gef?hl des Erdr?cktwerdens
Der unter einer Depression leidende Mensch empfindet sich h?ufig von ihm unerkl?rlichen Kr?ften beherrscht und an seinen bisher als normal erlebten F?higkeiten gehindert. W?hrend in ihm die Gedanken rasend um immer ein und dasselbe kreisen, ist er blockiert. Er lebt in einer "rasenden Blockiertheit" und f?hlt sich dabei von der Welt um ihn herum wie abgeschnitten. Dieses Erlebnis st?rzt ihn mitunter in eine ohnm?chtige Angst, die auch noch zunimmt, je angestrengter er einen Ausweg aus diesem f?r ihn absolut realen Alptraum sucht.

So erlebt er den Raum um sich herum zunehmend eingeengt und f?hlt sich dadurch so bedr?ckt, dass es auch zu einem ver?nderten Erlebnis des eigenen K?rpers kommt. An einer schweren Depression erkrankte Menschen f?hlen sich starr. In Extremf?llen scheint der K?rper zu blo?er Materie zu werden.* Meistens wird das durch die Depression ver?nderte K?rpergef?hl auch als "bleierne M?digkeit in Armen und Beinen" oder als eine "Zentnerlast auf den Schultern" beschrieben.

In innerem Kampf
Depressive k?nnen sich mit diesem ver?nderten K?rpererleben und der damit verbundenen Einschr?nkung ihrer M?glichkeiten nicht abfinden. Sie k?nnen ihre Situation meist nicht als Signal f?r einen tiefgreifenden, Seele und K?rper umfassenden Ersch?pfungszustand akzeptieren. Ganz im Gegenteil; je pflichtbewusster sie sind, desto mehr k?mpfen sie gegen diesen Zustand und damit auch gegen sich selbst an. Besonders Menschen, die es gewohnt sind, sich und alles um sich herum immer "unter Kontrolle" zu haben, k?mpfen bis zum Zusammenbruch und k?nnen dann immer noch nicht aufgeben. Das Gef?hl, versagt zu haben und durch den eigenen, erstarrten K?rper am Aus?ben der Pflicht gehindert zu werden, wird dann zu einem ausweglosen Problem und schl?gt in einen unendlichen, depressiven Schmerz um.

Ver?nderte Wahrnehmung der Zeit
Verbunden mit dem ver?nderten Erlebnis des eigenen K?rpers und des Raums erleben an einer Depression erkrankte Menschen auch den Fluss der Zeit anders. Die pers?nliche Zeit verlangsamt sich immer mehr und stockt mitunter ganz. Die eigene innere Uhr scheint stillzustehen, w?hrend die Uhren der anderen weiterlaufen: "Ich komme nicht voran.", "Ich bin wie gel?hmt und bleibe hinter meinen Pflichten zur?ck.", "Ich stehle Zeit." Depressive sind dann von der Zukunft wie abgeschnitten. W?hrend die Zeit stockt, holt die Vergangenheit sie ein. Zur?ckliegende kleine Fehler h?ufen sich zu bedrohlichen Bergen, durch die die Wahrnehmung der Gegenwart v?llig ver?ndert werden kann.

Der Konflikt mit der Umwelt
Positive Situationen und Sonnenschein hellen dann die Stimmung der Depressiven nicht etwa auf, sondern werfen dunkle Schatten. Sie machen ihm die Situation seiner Krankheit besonders deutlich und - konfrontiert mit der Sch?nheit und Lebendigkeit um ihn herum - f?hlt er sich dann besonders tot, arm und leer. Geselligkeit f?hrt ihm seine innere Einsamkeit vor Augen. Alles um ihn herum nimmt er als Ma?stab f?r seine Andersartigkeit wahr. Er f?hlt sich den Blicken anderer schutzlos ausgesetzt. W?hrend sein Selbstwertgef?hl sich verschlechtert, glaubt er sich von au?en beurteilt, abgewertet und angestarrt. Es ist f?r Depressive kaum m?glich, zu erkennen, dass sie sich durch die eigene Selbstkritik immer st?rker entwerten, und in schweren F?llen der Depression ist es durchaus m?glich, dass wahnhaft gesteigerte Selbstvorw?rfe einen letzten Versuch darstellen, wenigstens die Selbstbeurteilung nicht aus der Hand zu geben.

Aber auch in weniger extremen F?llen ist das anderen unterstellte Urteil so bedrohlich, dass sich viel Depressive durch eine selbst auferlegte Isolation sch?tzen m?ssen. Dabei wird dann auch die Entfernung zu Verwandten und Freunden immer gr??er. Das ist um so schmerzlicher, weil depressive Menschen in ihrem Innersten geradezu nach Kontakt und liebevoller Zuwendung hungern, sich die Erf?llung dieses Bed?rfnisses aber aufgrund ihres Selbstwertverlustes nicht zugestehen k?nnen.

* Daniel Hell: Welchen Sinn macht Depression, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg, 1992.




Depression ? was ist das?
Ernst zu nehmende Erkrankung, gute Therapiem?glichkeiten
F?hlen Sie sich seit geraumer Zeit fast st?ndig niedergeschlagen und lustlos? Haben Sie keine Lust mehr auf Aktivit?ten, die Ihnen fr?her Freude gemacht haben? F?llt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren und Neues zu merken? Oder leiden Sie an medizinisch nicht erkl?rbaren k?rperlichen Beschwerden? Wenn Sie diese Fragen mit einem Ja beantwortet haben, k?nnte dies ein Hinweis darauf sein, dass bei Ihnen eine Depression vorliegt.
Wir alle kennen Tage, an denen wir "nicht gut drauf" sind oder uns traurig und niedergeschlagen f?hlen. Solche Verstimmungen k?nnen nach unangenehmen Erlebnissen am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft, nach Misserfolgen und Verlusten, aber auch ohne erkennbaren Grund auftreten. Wenn wir k?rperlich in schlechter Verfassung oder unausgeschlafen sind, neigen wir eher dazu, uns "deprimiert" zu f?hlen. Diese unangenehmen Empfindungen geh?ren zum Leben dazu und verschwinden meist von selbst wieder. Das ist ein ganz normaler Prozess.
Die Depression unterscheidet sich von der "normalen" Verstimmung oder Traurigkeit dadurch, dass neben der Niedergeschlagenheit noch weitere Symptome vorliegen, die intensiver ausgepr?gt sind, l?nger andauern (mindestens 2 Wochen ununterbrochen am St?ck) und zu einer viel st?rkeren Beeintr?chtigung im Alltag f?hren. Bei der Depression kommt es zu tief greifenden Ver?nderungen des F?hlens, Denkens und Verhaltens.
Stoffwechselst?rung im Gehirn
Zur Entstehung einer Depression tragen verschiedene Faktoren bei. Eine wichtige Rolle spielt der Stoffwechsel im Gehirn: so gennante Neurotransmitter, die Informationen von einer Nervenzelle auf die n?chste ?bertragen, sind f?r die normale T?tigkeit des Gehirns von gro?er Bedeutung. Ein solcher Botenstoff ist das Serotonin (5-HT). Bei einer Depression besteht ein Mangel an Serotonin ? Depressionen sind also u. a. auf ein "organisches Ungleichgewicht" zur?ckzuf?hren. Eine Zunahme des Botenstoffes Serotonin und damit die Herstellung des nat?rlichen Gleichgewichtes zwischen diesem und anderen Neurotransmittern ist durch eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten m?glich. Es ist beruhigend zu wissen, dass sich Depressionen heute sehr gut behandeln lassen.

Volkskrankheit Depression

Die Depression ist eine so h?ufige Erkrankung, dass in fast jeder Familie eine Person davon betroffen ist. Da die Depression immer noch mit einem Tabu belegt und oft von au?en nicht erkennbar ist, erfahren wir h?ufig nichts davon. Die Krankheit betrifft Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht, jeder Kultur und jeder Nationalit?t. In Deutschland erkranken etwa 20 % der Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Experten sch?tzen, dass derzeit etwa 5 % der Bev?lkerung an einer behandlungsbed?rftigen Depression leiden.


Wie macht sich eine Depression bemerkbar?
Ver?ndertes Erleben und Verhalten

Die ersten Anzeichen und Vorboten einer Depression k?nnen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Patienten stehen k?rperliche Missempfindungen und Beschwerden im Vordergrund, bei anderen liegen St?rungen des F?hlens und Denkens vor.

Die Symptome einer Depression k?nnen sehr vielf?ltig sein: Beobachtet werden Ver?nderungen der Gef?hle, der Gedanken und des Verhaltens sowie k?rperliche Beschwerden. Die hier aufgelisteten Krankheitszeichen m?ssen selbstverst?ndlich nicht alle bei einem bestimmten Patienten vorliegen.

Ver?nderungen im F?hlen und Denken

Gedr?ckte Stimmung, Niedergeschlagenheit
Freudlosigkeit, Hoffnungslosigkeit
Interessenverlust, Gleichg?ltigkeit
Gef?hl der Gef?hllosigkeit
Vermindertes Selbstwertgef?hl und Selbstvertrauen
Angstgef?hle, Unsicherheit
Pessimistische Zukunftsperspektive
M?hsames, langsames Denken
Neigung zum Gr?beln
Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
Ged?chtnisst?rungen, "Leere im Kopf"
Probleme, Entscheidungen zu treffen; Ambivalenz
Schuldgef?hle, grundlose Selbstanschuldigung
Verarmungsideen
Wahnideen
Selbstmordgedanken
K?rperliche Beschwerden

Schlafst?rungen (Ein- und Durchschlafst?rungen, Erwachen am fr?hen Morgen)
Gesteigerter oder verminderter Appetit mit Gewichtszunahme oder -abnahme
M?digkeit und Ersch?pfung
Innere Unruhe und Anspannung
Magen-Darm-St?rungen (?belkeit, Magenbeschwerden, Verstopfung)
Herz-Kreislauf-Beschwerden
Schwindel
Kopfschmerzen
Muskelschmerzen und Muskelkr?mpfe
Ohrger?usche
St?rungen der Sexualfunktionen (Impotenz, Anorgasmie)
Bei Frauen: Zyklusst?rungen
Ver?nderungen im Verhalten, in der Mimik und Gestik

Antriebslosigkeit, Apathie
Beziehungsst?rungen, sozialer R?ckzug
Trauriger und angespannter Gesichtsausdruck
Leise, monotone und verlangsamte Sprache
Verlangsamte, lethargische und unbeholfene Motorik bis hin zum depressiven Stupor

Welche Depressionsformen gibt es?
"Typische" Depression, Dysthymie und bipolare St?rung

Obwohl im Alltag meist von "der" Depression gesprochen wird, unterscheiden ?rzte und Therapeuten verschiedene Arten depressiver St?rungen ? je nachdem, welche Krankheitszeichen vorliegen, wie schwer die Symptome ausgepr?gt sind, wie lange die Depression andauert und ob bereits fr?her eine depressive Phase aufgetreten ist.

Je nach Auspr?gung der Krankheitszeichen sprechen Experten von einer leichten, mittelschweren oder schweren Depression. Leichtere Depressionen zeichnen sich meist durch das Auftreten weniger Symptome und einer geringeren Leistungsbeeintr?chtigung aus. Oft kann der Betroffene seine gewohnten T?tigkeiten unter gesteigerter Anstrengung beibehalten. Dagegen zeigen sich bei schweren Depressionen zumeist viele Symptome. Schwere Depressionen beeintr?chtigen daher das t?gliche Leben gravierend. Mittelschwere Depressionen liegen in ihrer Auspr?gung zwischen den leichten und den schweren Depressionen.

Wenn die Symptome erst seit einigen Wochen oder Monaten bestehen und erstmalig aufgetreten sind, spricht man von einer einzelnen depressiven Episode. Wenn aber bereits zu irgendeinem fr?heren Zeitpunkt ein ?hnlicher Zustand vorlag, nennt man dies eine rezidivierende Depression. Diese Information zum Krankheitsverlauf ist von gr??ter Bedeutung f?r die Behandlung, da in einem solchen Fall auch nach dem vollst?ndigen Abklingen der depressiven Symptome versucht werden muss, eine erneute depressive Phase zu verhindern.

Neben diesen "typischen" Depressionen (Major Depression) k?nnen Menschen auch unter lang anhaltenden depressiven Verstimmungen leiden, die nur einige der genannten Depressionssymptome aufweisen, ohne das volle Bild einer Depression zu entwickeln. Wenn derartige Depressionen in Form von immer wieder kommenden und gehenden depressiven Verstimmungen jahrelang andauern, sprechen Fachleute von einer dysthymen St?rung. Fr?her wurde diese Form der Depression als "neurotische Depression" bezeichnet.

Manchmal kann auch das Gegenteil einer depressiven Verstimmung auftreten: Die Betroffenen f?hlen sich dann euphorisch, hochgestimmt und "gro?artig". Doch kann die Stimmung rasch in eine gereizte und aggressive Form umschlagen, wenn die Umgebung die W?nsche der Patienten nicht respektiert und es kann zu pl?tzlich auftretenden depressiven Verstimmungen kommen. Die Phasen der Hochgestimmtheit nennt man "Manie". Fr?her wurde die St?rung "manisch-depressive Erkrankung" genannt, heute spricht man von einer "bipolaren St?rung", weil das Krankheitsbild durch das Auftreten zweier Stimmungspole gekennzeichnet ist.


Hilfe f?r Betroffene
Wege aus der Depression

Menschen, die mitten in einer depressiven Episode stecken, k?nnen sich oft nicht vorstellen, dass dieser freudlose, belastende Zustand ein Ende nimmt. Doch es gibt gut wirksame Medikamente und hilfreiche psychotherapeutische Verfahren. Allerdings ben?tigt die Heilung eine gewisse Zeit und es ist gut, wenn der Patient in dieser Phase von Angeh?rigen oder Freunden einf?hlsam unterst?tzt wird.

Schwerere Formen der Depression oder solche, die sich schon ?ber einen l?ngeren Zeitraum erstrecken, bed?rfen einer medikament?sen Therapie. Antidepressive Medikamente regulieren den Stoffwechsel im Gehirn und f?hren so zu einem R?ckgang der depressiven Symptome. In der Akutphase m?ssen Arzt und Patient gemeinsam die individuell passende Dosis des Medikaments herausfinden. An die Akuttherapie schlie?en sich die Erhaltungstherapie und die Rezidivprophylaxe an, um einen R?ckfall zu verhindern. Eine neuere Klasse antidepressiver Medikamente, die so genannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), hat sich in der Behandlung depressiver Erkrankungen als wirksam und gut vertr?glich erwiesen.

Eine ausgepr?gte depressive Episode zerm?rbt nahe Angeh?rige fast genauso wie den Patienten selbst. Deshalb ist es wichtig, dass Angeh?rige sich ?ber das Krankheitsbild gut informieren und sich immer wieder klar machen, dass Depressionen nichts mit Charakter- oder Willensschw?che zu tun haben und dass Depressionen wieder vergehen. Der Umgang mit einem depressiven Menschen erfordert viel Geduld und Einf?hlungsverm?gen. Doch die Unterst?tzung durch vertraute Menschen ist f?r den Depressiven von gr??ter Bedeutung und oft lassen sich sogar Einweisungen ins Krankenhaus vermeiden, wenn der depressive Patient
von verst?ndnisvollen, gut informierten Angeh?rigen begleitet und unterst?tzt wird.

Fragen & Antworten
Muss ich mich sch?men, wenn ich an einer Depression leide?

?berhaupt nicht!
In Deutschland erkranken etwa 20 % der Menschen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an einer Depression.

Wen kann eine Depression treffen?

Jeden!
Die Depression ist eine h?ufige Krankheit. Sie trifft Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht, jeder Kultur und jeder Nationalit?t.

Wie kann ich eine Depression erkennen?

Die ersten Anzeichen und Vorboten einer Depression k?nnen von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Betroffenen stehen k?rperliche Missempfindungen und Beschwerden im Vordergrund, bei anderen sind St?rungen des Denkens und F?hlens vorhanden.
Eine Auflistung m?glicher Anzeichen und Symptome einer Depression finden Sie hier.

Sind Depressionen heilbar?

Ja!
Eine Depression kann man heute sehr h?ufig erfolgreich behandeln. Dazu ist es aber notwendig, dass Sie sich entscheiden, mit Ihrem Arzt ?ber Ihre Beschwerden zu sprechen.

Wie kann man Depressionen behandeln?

Beim Vorliegen einer Depression sind im Wesentlichen zwei Behandlungsformen von Bedeutung: die Therapie mit Medikamenten (Antidepressiva) und die nichtmedikamenti?se Therapie, wie z. B. Psychotherapie.

Wie arbeiten Antidepressiva?

Antidepressiva sind keine Aufputschmittel, die zu einem Zudecken vorhandener Probleme f?hren, sondern sie normalisieren den Stoffwechsel im Gehirn und f?hren zu einem R?ckgang der depressiven Symptome.

Was kann ich tun, wenn keine sofortige Besserung eintritt?

Geduld bewahren!
Da eine Depression sich in den meisten F?llen allm?hlich ?ber Wochen und Monate entwickelt hat, braucht die Behandlung ebenfalls Zeit. Als Patient m?ssen Sie Geduld aufbringen, da es keine schnelle vollst?ndige Genesung, d. h. innerhalb weniger Tage, aus der Depression gibt.

Wann kann ich mit einer Genesung rechnen?

Eine Depression klingt bei geeigneter Behandlung in der Regel innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten ab.

Darf ich mein Medikament absetzen, sobald ich mich besser f?hle?

Nein!
Depressionen k?nnen leider bei zu fr?hem Absetzen der Medikamente wieder auftreten. Zur Verhinderung eines solchen R?ckfalls, d. h. des Wiederauftretens von Symptomen, ist daher die Einnahme eines Antidepressivums f?r weitere 4 bis 6 Monate notwendig. Nach dieser Zeit kann die depressive Episode dann meist als beendet angesehen werden.

Machen Antidepressiva abh?ngig?

Nein!
Antidepressiva machen nicht abh?ngig, auch nicht nach jahrelanger Einnahme. Deshalb k?nnen Sie aktiv bei Ihrer Behandlung mithelfen und einer Wiedererkrankung vorbeugen, indem Sie das Medikament so lange einnehmen, wie es Ihr Arzt f?r richtig h?lt.

Wie verhalte ich mich beim Auftreten von Nebenwirkungen?

Sollten Sie einmal das Gef?hl bekommen, dass das Medikament gegen Ihre Depression Nebenwirkungen bei Ihnen verursacht, brechen Sie Ihre Behandlung nicht selbstst?ndig ab. Vertrauen Sie Ihrem Arzt, er kann erkl?ren, warum es sich so verh?lt bzw. welches weitere Vorgehen am sinnvollsten ist.

Quelle: Depression ? Die Krankheit erkennen und bew?ltigen. Pfizer-Patientenbrosch?re


? PFIZER Pharma GmbH 2005




--> na ja, ich glaube das reicht erst mal und f?r das erste.. vielleicht werde ich noch paar male was daran ?ndern, aber na ja, mal schaun den ?ber das THEMA kann man nie genug bescheit wissen und so <--
10.3.05 23:28



ja ja,
meine gedanken und gef?hle und eigentlich gehn die niemanden was an, denn ich wei? nie wie ihr die dann auf nimmt, wenn ich mal meine gedanken oder gef?hle ?u?ere... ganz schwierig hats die franzy dann,. hm , joa..

Gedanken??

ich wei? oft nicht was ich gegen meine gedanken tun soll,
denn ich mach mir oft gedanken ?ber leute die mir wichtig sind, ja auch um dich nati.. hdl, bist ne super dolle freundin von mir, will dich nie wieder verliern.. vergiss nicht, m?ssen noch zusamm mal kafffeeeeee trinken gehn *grinnnnnnz* ja ja.
aber nicht nur um meine beste freundin mache ich mir sorgen, nein, um jeden von euch.. oder frage mich und was ihr gerade macht... also immer in gedanken, doch ansprechbar.. so kennt man mich ja eigentlich auch, dass ich f?r jeden ne offenes ohr hab oder? hm..


wird immer wieder was neues hinzu kommen...

Gef?hle
ja, meine gef?hle.. hm, was soll ich da gro? artiges dazu sagen, nun, die hat halt jeder gelle.. jo, schon. die einen k?nnen mit ihren freunden oder eltern oder sonst jemand reden, aber ich irgendwie nicht ganz, zwar sage ich manchmal wie es mir geht, aber nie wirklich, denn ich wei? auch nicht, bin ne komische person.. :-S na ja, egal..

weiteres wird irgendwann komm

Egal
ja, dieses wort wer kennt das net, ich kenne es jetzt schon in und aus wenige.. auch r?ckw?rz lagE *leichtes l?chel*
ich habe es letztes jahr und noch andere male sehr h?ufig gesagt, egal, na ja, jetzt ist es wieder da,.. die meisten benutzen es nur, um sachen aus dem weg zu gehn, ich wollte von allem gehn.. aber hat nie wirklich geklappt, zwar hab ich immer wieder egal , gesagt, aber irgendwie das meiste war mir nie wirklich egal., aber denoch hab ich diese Egal , doch benutzt...

wei? jetzt nicht mehr weiter, aber egal... wird schon noch was komm...
10.3.05 20:06


Also hier sind dann mal paar links, f?r euch, die finde ich eigentlich sehr gut... also, bitte, vielleicht findet ihr ja hier eine, die euch auch gef?llt.. ;-)


www.web.de, www.yahoo.de, www.msn.de, www.freenet.de
*Email Adressen

www.google.de
*Suchmaschine

www.mybolog.de
*hier hab ich meine neu gestartete Homepage

www.lizzynet.de

www.ilove.de

*hm, ich hab schon mein schatz ;-), aber da hab ich ihn net gefunden* *leichtes smilie*

www.hsg-langen.de
*Handball Homepage, wo ich spiele und was es f?r spiele gibt und so

www.gedichteseite.de
*da stehen ein paar Gedichte von mir drin, noch von ganz vielen anderen guten netten bekannten/Freunden da drin

www.ars-langen.de
*noch meine schule, wo ich noch hingehe

www.lizzynet.de/home/DieMaus
*von einer guten Freundin und ihre Homepage.. gelle maus**sie hei?t wirklich mit Nachnamen maus!

www.bambusratte.com
*eine funpage

www.slapped.de
*auch ne ganz lustige Seite

www.cool-pix.de
*s?nd oft gute Spr?che, Bilder und oder sonst so was dabei

http://www.myblog.de/franzy44
*meine neue heute angefangen HomePage ;-)

www.beachvolleyballer.tk
*das ist die Seite von meinen freund *ILUSchatz*

www.drzork.dr.ohost.de
*das ne gute Seite vom momo, also ich find die immer wieder gut, ich glaube das liegt, am bild, aber findet es selber raus, bin froh dich zu kenn momo

***es werden noch welche links dazu kommen, ihr k?nnt mir ruhig welche links schicken, die ich hier hinzuf?gen soll, mache ich gerne.. :-P ;-)
9.3.05 23:50


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